Archiv der bisherigen Preisverleihungen

2018 - Nadia Qani

Zum neunten Mal hat der Soroptimist Club Frankfurt am Main am 6. Juni 2018 seinen Dr. Gabriele Strecker Preis verliehen.Die Preisträgerin war Nadja Qani, die unsere Benefizveranstaltung zugunsten des Flüchtlingscafes Milena als Teilnehmerin an der Podiumsdiskussion unterstützt hat. Nadia Qani, 1960 in Kabul/Afghanistan geboren, musste 1980 das Land verlassen. Sie floh über Pakistan und London nach Deutschland. Angekommen in Frankfurt, stand die junge Frau mit ihrer Familie vor dem Nichts. Nadia Qani arbeitete u.a. als Kassiererin im Baumarkt, als Putzfrau und als Bürokraft, zog nebenbei zwei Söhne groß. Und sie arbeitete sich langsam aber sicher nach oben. 1993 gründete sie einen ambulanten, kultursensiblen Pflegedienst. Nadia Qani wurde für ihre unternehmerische und soziale Leistung mehrfach ausgezeichnet: Sie ist Frankfurterin des Jahres, Unternehmerin des Jahres und hat 2009 das Bundesverdienstkreuz erhalten. Frau Qani ist ein Beispiel dafür, dass alles möglich ist - eine starke Frau und ein großartiges Vorbild für viele. 

2016 - Dr. Susanne Gaensheimer

Soroptimist International Club Frankfurt HELP e.V. hat den Dr. Gabriele Strecker Preis 2016 Dr. Susanne Gaensheimer zugesprochen. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen eines Festakts am 2. Juni 2016.

Frau Dr. Gaensheimer, Direktorin des MMK Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main, versteht sich als Vermittlerin der Gegenwartskunst. Ambitioniert und progressiv bringt sie selbst schwer zugängliche Werke ihrem Publikum aus allen Generationen nahe. Besonders die Präsentation von kunstschaffenden Frauen der Gegenwart ist ihr ein Anliegen. Sie denkt und handelt in internationalen Zusammenhängen und festigt den Ruf Frankfurts als Kulturmetropole von Rang.

 

2014 - Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken

Frau Prof. Dr. Bohnenkamp-Renken ist ein Beispiel für die Stärke von Frauen. Ihr außergewöhnliches Engagement gilt dem Bau des Deutschen Romantik-Museums in Frankfurt am Main, in dem die einzigartige Sammlung von Zeugnissen aus dieser Zeit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Die Frankfurter Soroptimistinnen würdigen und unterstützen diesen Einsatz.

2012 - Steffi Jones

Die Frankfurter Ausnahmefußballerin Steffi Jones, Direktorin für Frauen-/Mädchen- und Schulfußball des Deutschen Fußball-Bundes, engagiert sich beispielhaft auf gesellschaftspolitischem Gebiet. Sie setzt sich in hervorragender Weise für Kinder und Jugendliche ein, fördert ein faires und sportliches Miteinander sowie Verantwortungsbereitschaft im Team. Sie hat sich als Kämpferin für ein humaneres Miteinander gezeigt, sie ist ein Vorbild für Teamgeist und Fairplay, sie hat die Position und das Selbstbewusstsein von jungen Menschen nachhaltig gestärkt. Sie bekämpft Drogenmissbrauch und Ausgrenzung. Sie ist ein Beispiel für die Stärke von Frauen und Mädchen.

2010 - Virginia Wangare Greiner

Virginia Wangare Greiner bietet in Deutschland ihren afrikanischen Landsleuten mit großem Engagement praktische Hilfe bei der Integration an. Sie eröffnet damit den Migranten in einer fremden Lebenswelt neue Perspektiven, sie fordert auf zur Selbstverpflichtung und Verantwortungsbereitschaft und leistet damit einen wichtigen Beitrag für das friedliche Zusammenleben verschiedener Ethnien.
Nicht nur in Frankfurt, auch in zahlreichen nationalen und übernationalen Gremien und Vereinen sind ihr Rat und ihre Erfahrung gefragt.
Die Frankfurter Soroptimistinnen würdigen und unterstützen diesen Einsatz
und zeichnen deshalb Virginia Wangare Greiner mit dem Dr. Gabriele Strecker Preis aus.

AKTUELL:
Am 25.01.2018 wurde unter hessenschau.de ein Bericht über Virginia Wangare-Greiner veröffentlicht: "Genitalverstümmelung. Wie eine Sozialarbeiterin in Frankfurt beschnittenen Frauen hilft".
 

2008 - Schwester Sigrid Ehrlich

Mit dem Dr. Gabriele Strecker Preis 2008 würdigen die Frankfurter Soroptimistinnen die wichtige soziale Arbeit der Franziskanerin Sr. Sigrid in dem von ihr gegründeten Verein „Lichtblick aktiv Schwester Sigrid e.V.“ Seit 15 Jahren engagiert sich die Ordensfrau aufopferungsvoll, mutig und unbürokratisch für solche Mitbürger, die am Rand der Gesellschaft leben, die krank, arbeitslos, verzweifelt und obdachlos sind und auf Rat und Hilfe Dritter besonders angewiesen sind. Über konfessionelle und politische Grenzen hinweg gelingt es ihr, Spenden und Förderungen für ihre karitative Einrichtung zu erhalten und damit humanere Lebensbedingungen zu verwirklichen für diejenigen, die ihr besonders am Herzen liegen.

2006 - Dr. Eva Brinkmann to Broxten

Die Stifterin Eva Brinkmann to Broxten hat sich der Förderung von Frauen in Wissenschaft und Kunst verschrieben. Im Profil ihrer Maecenia-Stiftung schlägt sich nieder, dass sie damit zukunftweisende Projekte im Blick hat, die aus der Perspektive von Frauen einen kritischen und konstruktiven Dialog mit der Öffentlichkeit suchen; Projekte, die die besondere Leistung und das Werk von Frauen publik zu machen geeignet sind und damit ihre Präsenz in der Öffentlichkeit stärken. Durch Ihre Initiative leistet Eva Brinkmann to Broxten einen ganz wesentlichen Beitrag zu einer humanen Gesellschaft.

2004 - Ulrike Helmer

Wir würdigen mit der Auszeichnung an Ulrike Helmer ihr deutliches frauenpolitisches Engagement, das sich u.a. im Programm ihres Verlages niederschlägt. Wir würdigen damit auch die Professionalität und Kreativität, mit der es ihr gelingt, in wirtschaftlich unsicheren Zeiten einen unabhängigen Verlag zu managen und eine Vielfalt von anspruchsvollen und originellen Titeln anzubieten. Ihr kommt das Verdienst zu, die Gender- und Frauenforschung sicher in der literarischen Welt zu verankern. Der kritische Blick auf die Geschlechterverhältnisse steht neben wissenschaftlicher Fachliteratur, Belletristik und Forschungsreihen im Zentrum des Ulrike-Helmer-Verlags.

2002 - Ursula Hillmann

Mit Ursula Hillmann zeichnen die Frankfurter Soroptimistinnen eine Fotografin aus, bei der sich auf überzeugende Weise gesellschaftspolitisches Engagement und hohe künstlerische Professionalität verbinden. Großen Raum nimmt die sozial engagierte Fotografie ein. Ursula Hillmann macht mit ihrer Kamera sichtbar, was in der Mediengesellschaft sonst wenig Chancen auf Anerkennung und Wahrnehmung hat und was sich der öffentlichen Wahrnehmung sonst entzieht. Sie stößt einen Dialog an, der beide Seiten bereichert, sie übt Fürsprache. Hier ist der Blick einer Soziologin, die Chiffren sucht für den Zustand unserer Gesellschaft.


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